Zum Inhalt

Sehenswürdigkeiten in Altena: Burg, Museen und Altstadt

Altenas Sehenswürdigkeiten verbinden die hoch über dem Lennetal gelegene Burg mit der Drahtgeschichte der Stadt und ihrem historischen Zentrum. Für einen Besuch bieten sich die Museen Burg Altena, das Deutsche Drahtmuseum und die Burg Holtzbrinck an. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Rundgang durch die Altstadt mit einem Ausflug in die bewaldeten Höhen ergänzen.

Burg Altena Burg Altena Foto: Asio otus / Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0

Burg Altena und die erste Jugendherberge

Die Burg Altena prägt das Stadtbild und erzählt von der Geschichte der Grafschaft Mark und des märkischen Sauerlands. In ihren Räumen zeigen die Museen die Entwicklung der Region, das Leben auf einer Burg und die frühe Eisenverarbeitung. Der Bergfried ist heute Aussichtsturm; im Kommandantenhaus veranschaulichen Gesteine und eine nachgebildete Karsthöhle die Geologie der Gegend. Eine Ausstellung erinnert an die erste Jugendherberge der Welt: Die Originaleinrichtung von 1914 zeigt Schlaf- und Aufenthaltsräume aus der Anfangszeit des Jugendherbergswesens. Die verschiedenen Ausstellungsbereiche machen den Besuch für Familien, Geschichtsinteressierte und Technikfans abwechslungsreich. Der Erlebnisaufzug führt durch einen Stollen bis zum Burghof und erleichtert den Zugang vom Tal. Die aktuelle Übersicht der Dauerausstellung auf Burg Altena stellt die einzelnen Räume vor.

Deutsches Drahtmuseum: Altenas Industriegeschichte

Unterhalb der Burg widmet sich das Deutsche Drahtmuseum einem Werkstoff, der Altenas wirtschaftliche Entwicklung über Jahrhunderte geprägt hat. Die Ausstellung verfolgt, wie Draht hergestellt und im Alltag sowie in der Technik verwendet wurde. Damit ergänzt das Museum den Blick auf die mittelalterliche Burg um die Geschichte von Handwerk und Industrie. Burg und Drahtmuseum lassen sich als gemeinsamer Kulturtermin verbinden; die Wege führen zwischen den Höhenlagen der Stadt. Altena und Lüdenscheid waren durch den Drahthandel eng verbunden. Der historische Drahthandelsweg erinnert an diese Wirtschaftsbeziehungen und führt durch die Landschaft des märkischen Sauerlands.

Anzeige

Burg Holtzbrinck und Altstadt

Mitten in Altena liegt die Burg Holtzbrinck, das älteste Bürgerhaus der Stadt. Das Gebäude wird 1643 erstmals urkundlich erwähnt; sein ältester Teil stammt nach heutiger Einschätzung aus dem 16. Jahrhundert. Zwischen 1673 und 1689 erhielt das Haus weitgehend seine heutige Gestalt. Nach dem Kauf durch die Stadt Altena wurde es restauriert und 1976 als Bürgerburg neu eröffnet. Heute dient es als Begegnungsstätte und Veranstaltungsort. Seine burgartige Anlage unterscheidet sich von der hoch über dem Tal gelegenen Burg Altena: Hier erleben Besucher ein historisches Wohn- und Bürgerhaus im Stadtraum.

Auch die Pfarrkirche St. Matthäus und denkmalgeschützte Häuser bereichern einen Spaziergang durch die Altstadt. Die Stadt liegt eng entlang der Lenne; so wechseln sich Talblicke, historische Gebäude und steile Straßen zwischen Fluss und Burgberg ab. Wer die Stationen räumlich einordnen möchte, findet im Überblick Altena im Sauerland sowie beim geschichtlichen Überblick zu Altena weitere Zusammenhänge. Beim Entdecken von Altena führen die Wege auch in Stadtteile und in die Umgebung.

Sehenswürdigkeiten mit einem Spaziergang verbinden

Für einen kompakten Besuch stehen Burg und Museen im Mittelpunkt; wer anschließend durch die Stadt geht, kann die Burg Holtzbrinck ergänzen. Die Höhenunterschiede zwischen Lenneufer, Altstadt und Burg prägen die Wege durch Altena. Festes Schuhwerk ist für die steilen Straßen und den Burgberg hilfreich. Für längere Touren führen markierte Wanderwege aus dem Lennetal in die bewaldeten Höhen. Der Drahthandelsweg verbindet Altena mit Lüdenscheid und Iserlohn und greift dabei die Industriegeschichte der Region auf. So lässt sich Altena je nach verfügbarem Tag als Museumsbesuch, Stadtrundgang oder Ausgangspunkt für eine Wanderung erleben.