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Sehenswürdigkeiten in Soest

Altstadt aus Grünsandstein

Soests historischer Stadtkern lässt sich gut zu Fuß erkunden: Enge Gassen, Fachwerkhäuser und Kirchen aus dem typischen Grünsandstein liegen dicht beieinander. Mehr als 600 Gebäude im Altstadtkern stehen unter Denkmalschutz. Wer die Stadt besucht, kann den Rundgang je nach Zeit auf die Kirchen, die Wallanlage und Museen ausrichten. Die Geschichte der Stadt und ihrer Bauwerke wird auf einem Spaziergang unmittelbar sichtbar. Kirchen und Wallanlage sind Stationen der Geschichte von Soest.

Soest Soest

Wallmauer und Kattenturm

Die mittelalterliche Befestigung prägt bis heute den Rand der Altstadt. Wall und Gräfte – der ehemalige vorgelagerte Verteidigungsgraben – bilden einen grünen Rundzug um die Innenstadt. Wege verlaufen am Fuß des Walls und auf der Mauer. Von dort öffnen sich Blicke auf die Kirchtürme und die Dächer der Altstadt. Im April und Mai setzt die Baumblüte einen besonderen Akzent; die Wege eignen sich zu anderen Jahreszeiten ebenso für einen Spaziergang oder eine Radtour.

Ein markanter Punkt der Wallanlage ist der Kattenturm am Dasselwall. Er wurde 1230 errichtet und ist der letzte vollständig erhaltene Wehrturm der ehemals 36 Türme umfassenden Soester Befestigung. Der Turm veranschaulicht, wie die Stadt einst geschützt wurde. Seine ursprüngliche Höhe hebt sich von der im 19. Jahrhundert abgeflachten Wallmauer ab. Auf dem Rundweg lässt sich der Kattenturm mit weiteren Abschnitten der Anlage und dem Altstadtkern verbinden.

Kirchen und mittelalterliche Baukunst

St. Patrokli, der Patrokli-Dom, entstand als romanische Stiftskirche. Sein 77 Meter hohes Westwerk ist schon von weitem ein Orientierungspunkt in der Innenstadt. Nur wenige Gehminuten entfernt steht St. Maria zur Wiese, meist Wiesenkirche genannt. Die spätgotische Hallenkirche wurde ab 1313 errichtet; im Inneren ist das Fenster „Westfälisches Abendmahl“ ein besonderer Blickfang.

Auch St. Petri gehört zu den prägenden Kirchen der Altstadt und geht auf eine frühe Kirchengründung zurück. In St. Maria zur Höhe ist ein gotisches Scheibenkreuz zu sehen. Zusammen mit den zahlreichen Grünsandsteinbauten zeigen die Kirchen, wie vielfältig sich die Architektur der Stadt über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat. Beim Rundgang lassen sich die Gotteshäuser mit den Gassen und Plätzen der Altstadt verbinden.

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Museen und Rundgang planen

Das Burghofmuseum widmet sich der Stadtgeschichte und dem Alltag in Soest. Es befindet sich in einem Patrizierhaus von 1559; dahinter steht das Romanische Haus aus der Zeit um 1200. Zu den Ausstellungsstücken zählen eine Gewandfibel aus dem späten 6. Jahrhundert und Kupferstiche von Heinrich Aldegrever. Das Osthofentormuseum zeigt rund 25.000 Armbrustbolzen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, die im Turm von St. Patrokli gefunden wurden. Beide Museen ergänzen den Rundgang durch die Straßen und entlang der Befestigung um Einblicke in das Leben früherer Jahrhunderte.

Für einen ersten Besuch bietet sich ein Rundgang durch Soest vom historischen Stadtkern über Wall und Gräfte an; Kirchen und Museen können je nach Interesse dazukommen. Wer länger bleibt, findet außerdem Anregungen zu Sport und aktiven Unternehmungen in Soest. So lassen sich Baugeschichte, Spaziergang und weitere Aktivitäten passend zur verfügbaren Zeit verbinden.

Foto: Wikipedia