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Sehenswürdigkeiten in Brilon

Brilon verbindet eine historische Altstadt mit lebendigen Traditionen und markanten Zielen im Umland. Rathaus, Stadttore, Kirchen und das Stadtmuseum liegen nahe beieinander und lassen sich gut bei einem Rundgang entdecken. Die Stadt Brilon bietet darüber hinaus Einblicke in ihre Geschichte, die Ortsteile und Aktivitäten in der waldreichen Umgebung.

Briloner Rathaus am Marktplatz Briloner Rathaus am Marktplatz

Schnadegang und Stadtleben

Der Briloner Schnadegang gehört zu den traditionsreichen Grenzbegehungen der Stadt. Seit 1388 ist der Brauch dokumentiert: Die Teilnehmenden gehen jeweils einen Abschnitt der Stadtgrenze ab. So werden Stadtgeschichte und gemeinschaftliches Leben auf besondere Weise miteinander verbunden. Zum Fest gehört auch das anschließende Beisammensein auf dem Lagerplatz. Die Veranstaltung findet im Rhythmus des Briloner Schützenfestes statt und zieht zahlreiche Einheimische und Gäste an.

Auch die Michaeliskirmes prägt das Stadtleben. Sie zählt zu den großen Innenstadtkirmessen im Hochsauerland und findet im September statt. Fahrgeschäfte und Buden stehen vor der Kulisse der Altstadt; zum Programm gehört ein Feuerwerk. Einzelne Termine und Programmpunkte richten sich nach der jeweiligen Ausgabe.

Marktplatz, Rathaus und Stadtmauer

Der Marktplatz bildet einen guten Ausgangspunkt für den Rundgang durch die Briloner Altstadt. Das Rathaus entstand um 1250 und gehört zu den ältesten Rathäusern Deutschlands. Seine barocke Fassade erhielt das Gebäude 1755. Über den unteren Torbögen sind vier Geweihe angebracht, die an die großen Waldgebiete und Jagdreviere der Stadt erinnern. Während der Hansezeit diente das Rathaus auch dem Warenumschlag. Weitere Epochen und Entwicklungen ordnet die Geschichte Brilons ein.

Von den früheren vier Stadttoren ist das Derker Tor erhalten. Die Stadt war im Mittelalter befestigt und von einer Mauer umgeben. Am Marktplatz kreuzten sich die Hauptstraßen, die zu den vier Toren führten und die Stadt in Bereiche gliederten. Die erhaltenen Spuren der Befestigung und die Bauwerke am Platz zeigen, wie eng Handel, Schutz und Stadtentwicklung miteinander verbunden waren.

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Stadtmuseum und Borberg

Das Stadtmuseum im Haus Hövener verbindet die Geschichte Brilons mit Funden aus der Umgebung. Zu den besonderen Exponaten zählen Knochen eines Dinosaurierskeletts, das im Briloner Umland entdeckt wurde. Das Haus selbst liegt nahe am Marktplatz und ergänzt den Stadtrundgang um einen Blick auf die Vergangenheit der Stadt und ihrer Region.

Etwa fünf Kilometer außerhalb der Kernstadt erhebt sich der Borberg. Auf dem Berg sind Reste einer Befestigungsanlage erhalten, deren Errichtung die LWL-Altertumskommission vermutlich in das 8. bis 10. Jahrhundert datiert. Für Wanderungen auf dem Briloner Kammweg und dem Rothaarsteig sowie für Radtouren in der Umgebung bietet Aktiv in Brilon weitere passende Möglichkeiten.

Kirchen und weitere Sehenswürdigkeiten

Die Nikolaikirche ist eine barocke Klosterkirche, deren Bau 1772 begann und die 1782 für Gottesdienste genutzt wurde. Über dem Chor sitzt ein Dachreiter. Die Kirche zählt zu den späten Bauwerken ihrer Art in Westfalen. Zusammen mit Rathaus, Derker Tor und den Häusern rund um den Marktplatz bildet sie einen abwechslungsreichen Rundgang durch die Innenstadt. Wer den Blick über die Kernstadt hinaus richtet, findet in den Briloner Ortsteilen weitere kulturelle und landschaftliche Ziele.

Für einen mehrtägigen Besuch lässt sich der Stadtrundgang mit Museum und Ausflug zum Borberg verbinden. Unterkünfte in Brilon ergänzen den Aufenthalt vor Ort.

Foto: Wikipedia